Pädagogisches Konzept am LWG – das Rastatter Modell

Unser pädagogisches Konzept – das Rastatter Modell – wurde 1993 von Frau Bäuerle und Herrn Kimmig an unserer Schule initiiert und ist von beiden seither ständig weiterentwickelt worden. Es ist inzwischen an vielen Schulen in Baden-Württemberg zu finden.

Im Rastatter Modell werden alle Klassen der Unterstufe jeweils von zwei Kolleginnen / Kollegen als Teamklassenlehrer betreut. Dazu stellen die Klassenlehrerteams im Rahmen einer mehrtägigen schulinternen Lehrerfortbildung die Weichen für diese dreijährige Begleitung. Sie nehmen sich Zeit, ihre pädagogische Arbeit zu reflektieren, und entwerfen ein Programm für ihre gemeinsame Arbeit mit der Klasse. Wir als Schule nehmen dabei die Kinder, ihre Freuden und Ängste von Anfang an sehr ernst und versuchen ihnen und ihren Gefühlen Raum zu geben.

Eine wichtige Unterstützung ist dabei immer wieder der Stuhlkreis, den viele Kinder aus der Grundschule kennen. Bei allem Bemühen, die Kinder dort abzuholen, wo sie stehen, legen wir von Anfang an Wert auf Regeln und deren Einhaltung.

Nach den ersten drei Tagen mit den Teamklassenlehrern und einigen Wochen der Eingewöhnung führen wir mit den 5. Klassen eine mehrtägige pädagogische Freizeit in einer Jugendherberge der Umgebung durch. Hier versuchen wir die Aufmerksamkeit der Schülerinnen und Schüler füreinander zu wecken und die Zusammenarbeit in häufig wechselnden Gruppen zu fördern.

Betreuung und Begleitung der Unterstufe bilden einige wichtige Stütze des pädagogischen Konzeptes an unserer Schule.

Für alle 6. Klassen findet außerhalb der Schule ein eineinhalbtägiges Seminar zum Umgang miteinander statt, das den Jugendlichen Hilfestellungen an die Hand gibt, bei Konflikten in der Klasse Lösungsstrategien zu entwickeln.

In Klasse 7 fahren alle unsere Klassen eine Woche ins Landschulheim.

Der Gedanke des Teamlehrerkonzepts wird auch in der Mittelstufe aufgenommen. Hier gehören pädagogische Tage ebenso zum festen Bestandteil der Arbeit in der Klasse.

Seit 15 Jahren nehmen alle Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen im Rahmen des Compassion-Projektes für 14 Tage an einem sozialen Praktikum in verschiedenen sozialen Einrichtungen teil. Das Projekt wird durch eine intensive unterrichtliche Vor- und Nachbereitung begleitet. Der erzieherische Bereich, insbesondere auf der sozialen Ebene, ist ein Schwerpunkt unserer Schule.

Im Mittelpunkt unserer schulischen Arbeit steht aber auch weiterhin der Unterricht, in dem Wissen und Schlüsselqualifikationen vermittelt werden.

Das Rastatter Modell will …

  • den Übergang von der Grundschule ins Gymnasium für die Kinder erleichtern
  • eine tragfähige Klassengemeinschaft entstehen und wachsen lassen
  • Schüler zu selbstständigem Arbeiten anleiten und Teamarbeit fördern
  • Schüler in all ihren Bedürfnissen ernst nehmen und eine ganzheitliche Erziehung anstreben
  • soziales Lernen in allen Teilen unterstützen
  • Elternarbeit anregen und gestalten
  • regelmäßige Kontakte zu den abgebenden Grundschulen herstellen und pflegen

Konkret heißt das …

in der Unterstufe

  • Teamklassenlehrer in den Klassen 5 bis 7
  • erste gemeinsame Tage in der neuen Schule (Di bis Do)
  • frühe pädagogische Freizeit in Klasse 5
  • Förderung und Intensivierung der Elternarbeit – der erste Elternabend
  • Klassenlehrerstunde in Klasse 5 mit den beiden Teamklassenlehrern
  • Pädagogische Tage in Klasse 6
  • Seminar „Umgang miteinander“ in Klasse 6
  • Schullandheimaufenthalt in Klasse 7

in der Mittelstufe

  • Klassenlehrer und Co-Klassenlehrer als pädagogische Begleitung und Ansprechpartner
  • Pädagogische Tage zur Stärkung der Klassengemeinschaft

und, und, und …

  • Arbeitsgemeinschaft „Lernen lernen“ in Klasse 5
  • Suchtprävention über Projekte, Vorträge, Elternabende
  • Fachexkursionen
  • Compassion mit Sozialpraktikum in Klasse10