Zehn LWG-Schülerinnen auf deutschen Spuren in Zagreb „Die kroatische Hauptstadt ist eine Reise wert.“

Die Rastatter Schülerinnen mit ihren Austauschpartnern in Rastoke vor  dem Totem.

Die Rastatter Schülerinnen mit ihren Austauschpartnern in Rastoke vor dem Totem.

Bei ihrem zehntägigen Aufenthalt (1. – 10. Mai 2014) in der kroatischen Hauptstadt konnten sich 10 Schülerinnen vom Ludwig-Wilhelm-Gymnasium davon überzeugen, dass es viel mehr deutsche Spuren in Zagreb zu finden gibt, als sich die Schülergruppe vor der Abfahrt vorstellen konnte.

So lernten die Gäste aus Rastatt bei dem inzwischen 8. Schüleraustausch in einer interessanten Projektarbeit zusammen mit ihren Partnern das Goethe-Institut, die Deutsche Internationale Schule, die Deutsch-Kroatische Industrie- und Handelskammer kennen oder führten Interviews mit einer Germanistikstudentin, den Verantwortlichen für das Programm des Deutschen Sprachdiploms (DSD), der Autorin eines Deutschlehrbuches.

Deutsche Straßennamen in Zagreb

Deutsche Straßennamen in Zagreb

Ein deutsch-kroatisches Tandem beschäftigte sich mit Germanismen in der kroatischen Sprache (etwa 2.000) und führte im Stadtzentrum Umfragen durch. So haben Worte wie „spigl“ (Spiegel), „vesch maschina“ (Waschmaschine), „fen“ (Föhn, „smirglpapir“ (Schmirgelpapier) oder „drebank“ (Drehbank) deutsche Wurzeln. Beim Stadtrundgang spazierte man durch die Steingasse, die Herrengasse oder durch die Seminargasse. Auf dem Markt im Zentrum konnte man „Spinat“, „Salata“ oder „Paprika“ einkaufen. Die Arbeitsergebnisse wurden in einer informativen Broschüre zusammengefasst.

Deutsche Straßennamen in Zagreb

Deutsche Straßennamen in Zagreb

Neben der Projektarbeit blieb für die LWG-Schülerinnen noch genügend Zeit Sehenswürdigkeiten wie den Dom, die Markuskirche neben dem kroatischen Regierungssitz und dem Parlament zu erkunden oder auch den Dolac, den größten und bekanntesten Markt in Zagreb, zu besuchen. Die Gäste aus Rastatt waren von dem vielen Grün in der Großstadt, aber auch von dem Charme und dem Flair angetan. „Da muss ich noch einmal hin“, fasste Jessica ihre Begeisterung zusammen.
Ein Ausflug in den Nationalpark Weltnaturerbe Plitvicer Seen (seit 1979 Weltnaturerbe der UNESCO) war ein weiterer Höhepunkt des Aufenthaltes in Kroatien. Die eindrucksvolle Seenlandschaft (16 Seen) mit ihren unzähligen Wasserfällen bildete auch die Kulisse für die Karl May-Verfilmung „Der Schatz im Silbersee“. Station machte man im Dorf Rastoke mit seinen Wassermühlen und einer rauschenden Kaskadenattraktion.

Das Weltnaturerbe Plitvicer Seen begeisterte die Besucher.

Das Weltnaturerbe Plitvicer Seen begeisterte die Besucher.

„Der Austausch hat mir viel gebracht, ich habe andere Sitten / Lebensweisen kennengelernt“, bilanzierte eine Teilnehmerin. „Die Aufnahme in der Gastfamilie war sehr herzlich“, so das Fazit einer Austauschschülerin. Die Kommunikation klappte hervorragend, wenn nicht auf Deutsch, dann auf Englisch. Die begleitenden Lehrkräfte Birgit Bäuerle und Martin Kimmig freuten sich über die engagierte Mitarbeit und den guten Zusammenhalt der Gruppe.
Die über 15-stündige Rückfahrt bot genügend Gelegenheit die vielfältigen Eindrücke nachklingen zu lassen, manche Episoden und Erlebnisse wurden ausgetauscht. Wenn nun aber jetzt wieder Schulalltag angesagt ist, fiebern alle Beteiligten dem Oktober entgegen, wenn die kroatischen Partner zum Gegenbesuch nach Rastatt kommen.

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