Kids online. Einblicke in die Medienwelt der Jugendlichen

Was treiben Jugendliche 2017 im Netz? Wo liegen die größten Risiken und gefährlichen Entwicklungen? Am Dienstag, den 23.10.17, gab Herr Dieter Klein, Jugendsachbearbeiter des Polizeipostens Bietigheim und seit vielen Jahren mit der Internetprävention am LWG betreut, mit einem lebendigen und anschaulichen Vortrag Einblicke in die Medienwelt der Jugendlichen 2017. Vor allem um drei Themenbereiche drehte sich sein Vortrag für die Eltern der Klassenstufe 6: Pornografie, Handynutzung und Computerspiele.

Das Smartphone als das meistgenutzte Medium, in dessen Besitzt 99% der Jugendlichen sind, biete auch den meisten Gesprächsstoff unter ihnen. Vor allem WhatsApp, Instagram und Snapchat seien die beliebtesten Apps, aber bereits 55% der jungen Nutzer fühlten sich von Nachrichteneingängen genervt und empfänden Stress beim Abarbeiten dieser. Auffällig sei auch, dass eine starke Handynutzung und auch ein übermäßiges Spielen von Computerspielen so gut wie immer mit einem schulischen Leistungsabfall verbunden seien, so Klein. Bei den Computerspielen herrsche je nach Spiel auch ein hohes Suchtrisiko und das Verlieren in der digitalen Welt sei riskant. Klein appellierte hierbei an die Eltern, sich an die Altersbeschränkungen der Spiele zu halten, auch wenn von den jungen Spielern behauptet werde, „alle“ würden das aber nicht beachten. Ausführlich referierte Klein über das Thema Pornografie im Netz, welche für die in ihrer Persönlichkeit, emotionalen und sexuellen Entwicklung noch Reifenden ein besonderes Gefahrenfeld biete. Das pädophile Cybergrooming nehme rasant zu, ebenso wie die Nacktbilder-Delikte Minderjähriger. Hiervor warnte Klein explizit. Sollte es zu Straftaten (wie das Versenden von Bildern ohne Einverständnis des Fotografierten oder Cybermobbing) kommen, forderte Klein explizit auf, sofort zur Polizei zu gehen, am besten mit einem Screenshot (außer bei kinderpornografischen Inhalten, bei denen die Polizei ins Haus kommen sollte, um die geöffnete Website zu sehen). Die Rate der erfolgreichen Täterermittlung sei mittlerweile hoch. Eine ständige Internetwache findet sich unter www.polizei-bw.de und zusätzliche Informationen können interessierte Eltern und Lehrer unter www.klicksafe.de erhalten.

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