Abschlussfeier zum Compassion-Projekt 2017 am LWG

Geschrieben von: Claus Bäuerle

Wort des Dankes, ein Rückblick auf die letzten 15 Jahre und ein Blick in die Zukunft prägten das Bild der Beiträge und Ansprachen im Rahmen der Zertifikatsverleihung zum Abschluss des jährlichen Sozialprojekt „Compassion“ am Ludwig-Wilhelm-Gymnasium in Rastatt. Die Schule hat vor 15 Jahren als erste Schule in der Region „Compassion“ eingeführt. Im Rahmen dieses Programms tauschen im Frühjahr alle Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 10 für 14 Tage die Schulbank mit einer Praktikumsstelle in einer sozialen Einrichtung.
Schulleiter Oberstudiendirektor Markus Braun berichtete, dass in den letzten 15 Jahren mehr als 1.700 Schülerinnen und Schüler daran teilgenommen haben. Es wurde seit Beginn im Jahre 2002 bis 2013 von den Pädagogen Martin Kimmig und Birgit Bäuerle mit viel Engagement begleitet. Danach hat Martin Kimmig, der jetzt am Ende des Schuljahres in Ruhestand geht, mit seiner großen Erfahrung die Arbeit alleine weitergeführt, um die Verantwortlichkeit im neuen Schuljahr an die Kolleginnen Katrin Kohse und Liane Wrobel weiterzugeben. Ein weiterer Dank galt auch der Unterstützung des KVV, der es mit besonderen Fahrkarten ermöglichte, dass die Praktikanten zu ihrem „Arbeitsplatz auf Zeit“ kostengünstig anreisen konnten.
Das Rahmenprogramm zu dieser Feier gestalteten die beteiligten Schüler selbst. Musikalisch glänzte am Flügel Vasily Gurev aus der der Klasse 10c mit einer „Improvisation und Variationen über ein Lied“. Die ev. Religionsgruppe der Klassenstufe 10 berichtete aus der Sicht der Betreuer in den über 50 besuchten Einrichtungen, wie sie die Praktikanten an ihrem Arbeitsplatz für 14 Tagen einsetzen können und wie diese Dankbarkeit von den betreuten Personen, manchmal auch ohne Worte erhalten, sei es beim Umgang mit älteren Menschen, Kindern oder Flüchtlingen.

In seinem Vortrag über Mitmenschlichkeit als Basis für eine menschenwürdige zukunftsfähige Gesellschaft“ stellte Diakon Michael Kress von der Seelsorgeeinheit Rastatt folgenden Satz an den Anfang: „Es sind die kleinen Dinge, alltägliche Taten von gewöhnlichen Leuten, die die Dunkelheit auf Abstand halten“. Den lässt J.R: Tolkin in seinem Hobbit-Roman Gandalf aussprechen, als er begründet, dass die kleinen unerfahrenen Hobbits den Kampf gegen den Drachen aufnehmen. Auf unsere Gesellschaft mit ihrer Wirtschaftsmacht und die Regierenden übertragen heißt das, dass alles nichts nützt, gäbe es nicht die Menschen, die sich im Kleinen für andere einsetzen. Deshalb ein großer Dank an die Schüler, die für zwei Wochen lang in diesem Bereich mitgearbeitet haben.
Zum Abschluss der Feierstunde erfolgte die Übergabe der Zertifikate, die später bei Bewerbungen noch hilfreich sein werden. Die Schülerinnen und Schüler haben Eindrücke gesammelt, die sie sonst im Schulalltag nicht erfahren. „Ich bin stärker, als ich dachte“ war eine der gesammelten Rückmeldungen.

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