Ausstellung 10 Jahre Schüleraustausch Zagreb-Rastatt

Geschieben von: Claus Bäuerle

p1290013aSeit 10 Jahren treffen sich Schülerinnen und Schüler des Gimnazija Lucijana Vranjanini aus Zagreb mit ihren Kollegen vom Ludwig-Wilhelm-Gymnasium Rastatt jedes Jahr zweimal. Dies kann man in einer Ausstellung in vielen Bildern und in anschaulichen Beschreibungen zu den Ergebnissen von 20 Projekten bis zum 18. November in der Schalterhalle der Sparkasse Rastatt-Gernsbach nachverfolgen. Die Sparkasse hat im Rahmen der Unterstützung für das LWG alle Treffen begleitet.

img_0968aImmer im  Mai ging die Fahrt der Teilnehmer aus der 9. Klassenstufe nach Zagreb und im Oktober erfolgte der Gegenbesuch in Rastatt. Begonnen hat alles 2006 mit deiner Fortbildungsveranstaltung für Deutschlehrer im kroatischen Porec, geleitet von Birgit Bäuerle und Martin Kimmig vom LWG. Sie verständigten sich dabei mit ihren kroatisch Kollegen Tomislav Babic, Deutschlehrer an der Schule in Zagreb, dass man doch mal einen Austausch organisieren könne. Da es von politischer Seine keine finanzielle Unterstützung gab mussten die Leiter viel Zeit zum Erstellen von Anträgen beim Regierungspräsidium, beim Pädagogischen Auslausdienst, und der Robert Bosch Stiftung investieren. Eine Voraussetzung zum Erlangen der Fördermittel war dabei, dass bei jedem Austausch ein Projekt vor Ort mit der entsprechenden Dokumentation durchgeführt wird. So wurde unter anderem ein virtueller Spaziergang durch Zagreb erarbeitet. Ein Museumsführer für Jugendliche für Museen in Rastatt und Umgebung oder ein fertiges Quartettspiel mit hiesigen Sehenswürdigkeiten kreiert. Aber auch politische, aktuelle Themen wurden behandelt. Themen wie „20 Jahre Friede in Kroatien“ oder der Beitritt zur EU. 2008 war das Projekt „Integration- Migration. Früher Gastarbeiter – heute Mitbürger!“ so erfolgreich, dass es mit dem Preis der Robert Bosch Stiftung in Berlin ausgezeichnet wurde und sich der damalige Austauschjahrgang zur Preisverleihung in Berlin eingeladen wurde.img_0976a

Fast 300 Schüler haben sich bisher kenn- und verstehen gelernt. Zur Ausstellungseröffnung, bei der neben der Schulleitung des LWGs auch Tomislav Babic aus Zagreb gekommen war, trafen sich auch wieder etliche Teilnehmer der vergangenen Austauschbegegnungen. Sie erzählten, wie es war, wenn man in ein unbekanntes Land kam, vom Herzklopfen, ob man sich mit dem ausgesuchten Partner verstehen würde und wie es sein wird für 10 Tage bei einer Familie Gast zu sein, die man bisher nicht kannte.

Die Ausstellung berichtet nicht nur über die Projekte sondern auch über die Ausflüge vor Ort mit den p1290034aGastfamilien oder in der Gruppe. Der Nationalpark Plitvicer Seen oder eine Fahrt an die Küste Kroatiens gehörten dazu. Von Rastatt gab es immer eine Tagesfahrt, so zum Europaparlament in Straßburg oder in den Schwarzwald. Von hier durfte dann der Besuch des Europaparks in Rust nicht fehlen, ein Erlebnis für die kroatischen Gäste, da es solch einen Park in ihrem Heimatland nicht gibt.

Die stolze Anzahl von 16.000 Kilometer hat man in den letzten 10 Jahren zwischen Rastatt und Zagreb zurückgelegt stellte Martin Kimmig fest. Wenn man im ausliegenden Gästebuch blättert und die Einträge von Teilnehmern nachliest, dann haben sie sich gelohnt.

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