Zeitungsbericht zum achten Schüleraustausch zwischen LWG und Partnerschule in Zagreb

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„Schule früher“ war das Thema der Projektarbeit innerhalb des achten Schüleraustauschs in diesen Tagen zwischen 11 Schülerinnen und Schüler des Gimnazija Lucijana Vranjanini aus Zagreb mit ihren Austauschpartnern am Ludwig-Wilhelm-Gymnasium. Die Jugendlichen im Alter von 15 bis 16 Jahren erwiderten den Besuch ihrer deutschen Freunde im Mai in Zagreb. Sie kamen unter der Leitung ihres Deutschlehrers Tomislav Babic, der gemeinsam mit dem verantwortlichen Lehrer am LWG Martin Kimmig beide Zusammenkünfte der Jugendlichen sehr intensiv vorbereitet hat.

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In Zweiergruppen, je ein deutscher Schüler mit seinem kroatischen Partner, führten Interviews mit Senioren über deren schon lange vergangenen Schulzeit durch. Diese alle über 70 Jahre, die älteste Interviewpartnerin war gar 92 Jahre alt, berichteten wohl mit Begeisterung aus ihrer Schulzeit und waren, als sie Fragen wie „Wie wurde damals benotet?“ oder „Wie war der Ablauf eines Schultages?“ beantworteten kaum zu bremsen. Interessanterweise spielte die Frage nach Strafen bei den Schülern eine große Rolle und bei den Senioren nahm das Erzählen von Streichen in ihrer Schule einen gr0ßen Raum ein.

Die Ergebnisse wurden in einer Broschüre ausführlich zusammengefasst. In Ihr flossen auch die Eindrücke eines Ausfluges zum Schulmuseum in Zell-Weierbach ein. Dort wurde in einer Schulstunde gezeigt wie Unterricht vor über 100 Jahren in einer badischen Volksschule war.

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Danach stellte Sara aus Rastatt fest, wie wichtig damals die Einhaltung einer strengen Disziplin unter Androhung strenger Strafen war und welche große Rolle die hygienische Kontrolle durch den Lehrer im Schulalltag spielte. Ihre Partnerin Marija aus Zagreb hörte dabei zum ersten Mal vom Schreiben auf einer Schiefertafel mit Griffel. Abgerundet wurde diese etwas andere Schulstunde durch einen Besuch der Vogtsbauernhöfe In Gutach. Bei einer Führung mit anschließender Selbstzubereitung von Flammkuchen konnten die Schüler in das bäuerliche Leben in früheren Jahren eintauchen.

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Neben der Projektarbeit mit dem Ausflug kam natürlich auch der Unterrichtsbesuch in verschiedenen Fächern am LWG nicht zu kurz um die Unterschiede der Schulsysteme in Kroatien und Deutschland selbst zu erleben.
Beim Empfang der Schüler durch die Stadt Rastatt betonte OB Pütsch, dass trotz der modernen Medien ein gegenseitiger Besuch immer noch das Beste ist um sich kennen- und verstehen zu lernen. Weiterhin gehörte auch eine Einladung er katholisch-kroatischen Gemeinde in Gaggenau zum Programm.

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All die vielfältigen Eindrücke wurden am gemeinsamen Abend zusammen mit den Gasteltern und auch einigen Interviewpartnern nochmals zusammengefasst.

Alle Beteiligten waren über den Verlauf der Tage in Rastatt und vor einem halben Jahr in Zagreb sehr zufrieden und freuten sich, dass sie so die Möglichkeit hatten in Bereiche zu erkunden, die sie aus ihrem Schulalltag noch nicht kannten.

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