Pressebericht zum Kroation-Austausch 2015

Heimweh überwunden und eine andere Kultur kennengelernt

17 Schülerinnen und Schüler des Ludwig-Wilhelm-Gymnasiums pflegen Partnerschaft mit Zagreb

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Die Kremsnita ist ein Muss beim Besuch in Samobor.

Soziale Netzwerke können persönliche Begegnungen nicht ersetzen, wohl aber vorbereiten. Diese Erfahrung machten17 Schülerinnen und Schüler, die vor kurzem mit ihren Begleitern Birgit Bäuerle und Martin Kimmig von einem 12-tägigen Schüleraustausch aus Zagreb zurückgekehrt sind.

Die Rastatter Schüler mit ihren kroatischen Partnern vor dem Totem in Rastoke.

Die Rastatter Schüler mit ihren kroatischen Partnern vor dem Totem in Rastoke.

Obwohl man schon seit Januar im Kontakt stand mit dem kroatischen Partner und Infos ausgetauscht hatte, war die Aufregung bei der Ankunft in Zagreb sehr groß. Zahlreiche Aktionen und ein gemeinsames Projekt förderten dann während des Aufenthaltes das Kennenlernen und schweißten die Gruppe zusammen. Die ersten Eindrücke in Zagreb sammelten die Rastatter bei einer abwechslungsreichen Stadtrallye, bei der es galt nicht nur Sehenswürdigkeiten zu entdecken, sondern auch Straßen und Geschäfte mit deutschen Namen zu suchen.

Im Mittelpunkt des neunten Austausches stand ein Projekt, bei dem die einzelnen Tandems eine Fotogeschichte anfertigten, die an einer Zagreber Sehenswürdigkeit spielte. Zu jeder Sehenswürdigkeit war eine nicht alltägliche Schätzfrage für eine anschließende Umfrage zu erstellen. Die deutsch-kroatischen Tandems befragten zwischen 40 und 60 Passanten.

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Auf der Wanderung durch die Plitvicer Seenlandschaft.

Spannend gestaltete sich das Fotoshooting für die spannenden Geschichten und mancher Fußgänger wunderte sich über Zombies, Polizisten, Liebhaber oder Zauberer, die in Parks oder auf zentralen Plätzen unterwegs waren.

Für Abwechslung sorgte ein kleiner Ausflug in die Barockstadt Samobor, etwa eine halbe Autostunden westlich von Zagreb. Diese Stadt ist die Faschingshochburg in Kroatien und bekannt durch die „Kremsnita“, die die Rastatter natürlich aus verkosteten.

Höhepunkt war eine mehrstündige Wanderung durch den Naturpark Plitvicer Seen. Die Vielzahl von großen und kleinen Wasserfällen, Seen und Bächen boten mit ihrem Farbenspiel ein faszinierendes Naturschauspiel. Manch eine kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Sowohl die Seenlandschaft als auch das Mühlendorf Rastoke bildeten die Kulisse für zahlreiche Karl May- Filme. Ein Gruppenbild vor dem Totempfahl war obligatorisch.

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Blick über die Stadt.

Die LWG-ler verfolgten mit großer Neugier auch einige Unterrichtsstunden und verglichen die Beobachtungen mit ihrem Schulalltag in Rastatt. So stellten die Schüler fest, dass ihre kroatischen Partner viel mehr Tests schreiben und auch regelmäßig mündlich abgehört werden. Aufgefallen ist auch, dass in Englisch und in Deutsch Büche rund Arbeitshefte komplett in der Fremdsprache verfasst sind, ohne kroatische Erläuterungen. Unvorstellbar ist für die Rastatter das Verbot im Sommer mit Shorts in die Schule zu kommen.

Zum Abschluss des Aufenthaltes genossen alle von einem 60 m hohen Hochhaus einen grandiosen Rundblick auf Zagreb. Aus dieser Perspektive konnte man noch einmal wichtige Gebäude, Plätze, Parks und Kirchen ausmachen.

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Zum Auftakt gibt es die Stadtrallye

Am letzten Abend zogen die Schülerinnen und Schüler durchweg positive Bilanz über den 12-tägigen Aufenthalt. „Ich habe die Bewohner Zagrebs als offen und herzlich erlebt und fühlte mich in der Gastfamilie wie zu Hause.“ „Die Projektarbeit hat das Kennenlernen und die Beziehungen zwischen den Austauschpartnern gestärkt“ war die einhellige Meinung der Teilnehmer. Sehr gute Noten gab es die Gastfamilien, die sich sehr viel Zeit genommen haben. Sie zeigten den Rastattern die weitere Umgebung von Zagreb. Einige verbrachten das Wochenende am Meer oder im Ferienhaus in der Zagorje.

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Projektarbeit ist angesagt.

Ganz persönlich formulierte eine Schülerin: „Ich habe mein Heimweh überwunden“, ein andere Teilnehmer resümierte: „Ich habe mich an neue Situationen bzw. an eine andere Kultur gewöhnt und Selbstvertrauen gewonnen.“ Ganz nebenbei stellte einige fest, dass sie mit ihrem Englisch ganz gut zurecht gekommen sind.

Nun freuen sich alle auf die Begegnung im Oktober in Rastatt, wenn die kroatischen Partner Gäste in der Barockstadt Rastatt sind. Bis zum Wiedersehen werden die neuen Freunde über die sozialen Netzwerke in Verbindung bleiben.

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